Rechenliesel - Hinweise für Lehrkräfte

Das Rechenliesel für Lehrkräfte

Während SchülerInnen mit dem Rechenliesel rechnen üben, bietet das Rechenliesel für Lehrkräfte die notwendigen Werkzeuge zur Administration und Kontrolle.

Administrative Aufgaben

Ein Video-Tutorial zu den administrativen Aufgaben finden Sie hier: Video-Tutorial

Klassen verwalten

Einmalig sind die an der Schule üblichen Klassenbezeichnungen und die entsprechenden Bezeichnungen im Folgeschuljahr einzugeben. Durch die Eingabe der Bezeichnungen im Folgejahr (z. B 7a wird zu 8a) wird das automatisierte Versetzen aller sowie das Löschen der Schulabgänger ermöglicht. ==> Beispiel ansehen

Schüler verwalten

Nach der Eingabe der Klassenbezeichnungen sind - auch einmalig - die SchülerInnen der einzelnen Klassen einzutragen. ==> Beispiel ansehen

Übrigens: Einmal eingebene Namen und Passwörter können auch in anderen Programmen wie zum Beispiel dem Orthographen genutzt werden.

Klassenwechsel

Sollten Klassenwechsel anfallen, so sind diese mit wenigen Mausklicks erledigt. ==> Beispiel ansehen

Klassen bzw. Schüler löschen

Sollte es wegen Umstrukturierungen zum Wegfall von Klassen kommen, können nicht mehr benötigte Bezeichnungen per Mausklick gelöscht werden. Selbiges trifft für Schüler zu, die die Schule verlassen. ==> Beispiel ansehen

Höherstufen

Zum Schuljahreswechsel sind alle SchülerInnen entsprechend den Vorgaben aus der Verwaltung der Klassen zu versetzen bzw. als Schulabgänger zu löschen. Das erfolgt per Mausklick, sofern die Klassenbezeichnungen vorgegeben sind (7a wird zu 8a, 8a wird zu 9a usw., Klassen ohne Bezeichnung für das Folgejahr werden als Schulabgänger interpretiert. ==> Beispiel ansehen

Pädagogische Aufgaben

Auch wenn es so aussieht, als gäbe es eine Vielzahl administrativer Aufgaben - der Eindruck täuscht, denn es handelt sich um Einmaliges bzw. selten Vorzunehmendes wie das Eintragen von Namen oder Klassenwechsel. Viel interessanter ist der Protokollteil des Rechenliesels, der durch die Sammlung, Bewertung und variable Darstellung der Schülerarbeit pädagogische Entscheidungen unterstützt und durchaus einiges an Auswertungsarbeit abzunehmen vermag.

Ein Video-Tutorial zu den Funktionen für Lehrkräfte finden Sie hier: Video-Tutorial

Protokolle

Die Protokolle enthalten folgende Informationen:

  1. Klasse:

    zusammenfassende Übersicht mit tabellarischen Angaben zu jedem Schüler (Wann zuletzt geübt? Wie lange? Was? Wie viel? ...) ==> Beispiel ansehen

    zusammenfassende Übersicht für die gesamte Klasse nach Aufgabentypen mit Anzahl der Aufgaben, der Fehler und Fehlerquotienten

  2. Schüler:

    eine Übersicht über die einzelnen Übungen mit Aufgabentyp, Übungsdauer, Anzahl der Operanden, den Fehlern ... ==> Beispiel ansehen

    zusammenfassende Übersicht für den Schüler nach Aufgabentypen mit Anzahl der Aufgaben, der Fehler und Fehlerquotienten

Für die Anzeige der Protokolle ist der Protokollzeitraum (1 Tag bis alles) wählbar, wodurch die darzustellende Datenmenge reguliert werden kann.

Tabellarisch vorliegende Daten lassen sich - sofern es sinnvoll ist - per Klick in den Tabellenkopf sortieren.

Die Auswertung der Protokolle sollte zu entsprechenden pädagogischen Maßnahmen führen.

Zielgruppen

Rechenliesel richtet sich an alle von 6 Jahren aufwärts, die das Rechnen, insbesondere das Kopfrechnen üben wollen oder auch sollen. Die alters- und leistungsgerechte Auswahl der Aufgaben erfolgt selbständig oder durch Vorgaben der unterrichtenden Lehrkräfte. Als Kriterien gelten der Aufgabentyp, der Zahlenbereich und die Anzahl der Operanden. So können Additionsaufgaben des Typs -39 + 14 + (-5) + (-44) + (-98) eine Herausforderung selbst für Abiturienten sein, wenn sie diese schnell und ohne Taschenrechner lösen sollen.

Einsatz

Die Verwendungsmöglichkeiten des Rechenliesels sind vielfältig und dabei räumlich und zeitlich ungebunden. Man kann das Rechenliesel mit Beamer verwenden, die ganze Klasse oder Teile davon an Rechner in der Schule oder Schulbibliothek schicken. Auch die Arbeit zu Hause oder im Internetcafé ist möglich und angebracht. Egal, wann und wo die SchülerInnen arbeiten, die Ergebnisse ihrer Arbeit stehen den Lehrkräften an jedem Rechner mit Internetzugang zur Verfügung. Dabei können alle und stets nach Bedarf an ihren Fehlerschwerpunkten arbeiten und sich über ihren persönlichen Lernfortschritt informieren.

Da alle Aufgabentypen in ihrer Schwierigkeit skalierbar sind und die Anzahl der Aufgaben praktisch unbegrenzt ist, kann mit dem Rechenliesel über Jahre hinweg geübt werden.

Das Rechenliesel als Arbeitsblatt-Generator

Noch ein kleiner Tipp: Das Rechenliesel ist zwar zum Online-Rechnen gedacht, Sie können es aber auch zum Erstellen von Arbeitsblättern benutzen, indem Sie die Druckfunktion des Browsers wählen und drucken lassen. Die Aufgaben sind für den Ausdruck entsprechend formatiert. Mit Hilfe der Seiteneinstellungen können Sie individualisierte Kopf- und Fußzeilen hinzufügen.

Sie können auch mit Copy/Paste Aufgaben in eigenen Arbeitsblättern verwenden, was ein bisschen formatierende Nacharbeit verlangt. Verwenden Sie dabei statt Einfügen den Menüpunkt Berarbeiten -> Inhalte einfügen -> als unformatierten Text - das spart eine Menge Arbeit. Beachten Sie, dass sich Brüche nicht mit Copy/Paste verwenden lassen. Leider.

Das Rechenliesel - die Technik dahinter

Man muss das Rechenliesel nicht installieren. Es funktioniert mit jedem Rechner mit Internetanschluss und aktuellem Browser. Das klingt schön und für manche gar erlösend, hat aber auch Folgen, die man sich bewusst machen sollte.

Das Internet ist voller Schädlinge der unterschiedlichsten Art, die alle möglichen Schwachstellen und Sicherheitslücken in jedweder Soft- und Hardware zu nutzen suchen. Um das Gefahrenpotential möglichst gering zu halten, wird beim Rechenliesel auf jegliche Verwendung von JavaScript, ActiveX usw. verzichtet. Das Rechenliesel funktioniert mit den restriktivsten und sichersten Browsereinstellungen, denn das Rechenliesel ist ein vollständig serverseitig programmiertes Programm.

Für die Benutzung bedeutet das, dass man sich mit Hilfe eines Browsers (Firefox, Internet Explorer, Opera, Safari, Konqueror usw.) mit einer Internetadresse verbindet (die auf einem Server liegt), seine Eingaben macht und danach auf eine Schaltfläche klickt. Mit diesem Klick schickt man Informationen an den Server - zum Beispiel die Ergebnisse der gerade gelösten Aufgaben. Auf dem Server werden diese Ergebnisse ausgewertet und die entsprechende Meldung zurück an den Browser geschickt, der diese dann auf dem Bildschirm darstellt.

Es wird also nur zwischen Browser und Server kommuniziert, wenn man auf eine Schaltfläche klickt. Andere Ereignisse nimmt der Server nicht wahr, weil er sie nicht kennt und nicht kennen will und soll. Und das ist der Hauptunterschied zu einem lokal auf dem Rechner installierten Programm, das viele Ereignisse kennt: beim Eintritt in ein Feld, beim Verlassen eines Feldes, beim Drücken einer Taste, bei Mausbewegung usw. usf. Man kann zwar diese Funktionen teilweise auch für den Browser nachbauen (JavaScript, ActiveX, Ajax, ...), setzt sich jedoch dadurch wieder anderen Gefahren aus. Das Rechenliesel verzichtet darauf.

Zum Schluss

Über Anregungen und Hinweise würde ich mich freuen.

André Korolkow, Berlin, Februar 2011